www.islam-guide.com – Beweise für den Islam
Heute mal eine Kritik am Inhalt der Seite www.islam-guide.com .
1. Das Kapitel “Die wissenschaftlichen Wunder im Heiligen Quran”.
Der Quran ist das unverfälschte Wort Gottes, das er seinem Propheten Muhammad durch den Engel Gabriel offenbart hat. Der Prophet Muhammad , lernte es auswendig und diktierte es später seinen Gefährten. Auch sie lernten es nach und nach auswendig, schrieben es auf und überprüften es nochmals mit dem Propheten Muhammad
Dies ist ein logischer Widerspruch. Es könnte nur dann “unverfälscht” sein, wenn es mit “Gott” geprüft worden wäre. Ebenso kann es nicht das Wort “Gottes” sein, wenn es von einem Propheten diktiert wurde. Der erste Satz müsste also korrekt lauten:
“Der Quran ist das Wort Mohammeds, an das, von dem er sich erinnert, aus einem Gespräch mit etwas, das er für einen Engel hielt.”
Kein einziger Buchstabe im Quran wurde im Laufe der Jahrhunderte verändert.
Hier wird eine These aufgestellt, aber der Beleg für diese fehlt. Hierzu Wikipedia
Der dritte Kalif, Uthman ibn Affan (644–656), ließ diese ersten Koran-Bände, welche auch z. T. in anderen Dialekten und nicht dem quraischitischen Dialekt – dem Dialekt des Propheten Mohammed, der später zum Hocharabisch werden sollte – abgefasst waren, vernichten und einen bis heute erhaltenen Koran schreiben. [...]
Damals hatte die arabische Schrift noch keine Vokalzeichen und keine diakritischen Punkte, durch die in der heutigen arabischen Schrift einige ansonsten gleich aussehende Konsonantenunterschieden werden; deshalb war das mündliche Beherrschen des Textes wichtig, und die Schriftform diente vor allem als Gedächtnishilfe.
Es kann also nicht stimmen, das kein einziger Buchstabe verändert worden wäre.
Der Quran wurde vor vierzehn Jahrhunderten offenbart und in ihm erwähnte Tatsachen wurden erst vor kurzem von Wissenschaftlern entdeckt und nachgewiesen.
Diese “Tatsachen” werden später noch beleuchtet werden. Allerdings muss man hier die Messlatte sehr hoch ansetzen: Diese wissenschaftlichen Beweise müssen im Koran in mindestens der gleichen, wenn nicht sogar weit höheren Präzision dargestellt worden sein, um wirklich den Koran als Quelle zu legitimieren. Es ist laut Okhams Rasiermesser aber wahrscheinlicher das es sich genau andersrum verhält und man den Satz eher so schreiben sollte:
“Der Quran wurde vor vierzehn Jahrhunderten offenbart und in ihm erwähnte Äußerungen wurden erst vor kurzem als mit von Wissenschaftlern entdeckten und nachgewiesenen Tatsachen als ähnlich klingend empfunden.”
Dies beweist ohne Zweifel, dass der Quran das unveränderte Wort Gottes sein muss, dem Propheten Muhammad , offenbart; und dass der Quran nicht von Muhammad oder von irgendeinem anderen Menschen verfasst werden konnte.
Der Satzanfang: “Dies beweist ohne Zweifel das” hat nur den Sinn, einer Begründung rhetorisch aus dem Weg zu gehen. Das gewünschte Ergebnis wird hier vorweggenommen. Wenden wir mal den Modus Barbara zur Deduktion an:
Als praemissa maior hätten wir “Alle Tatsachen kommen von Gott”, die praemissa minor dagegen wäre: “Der Koran enthält viele Tatsachen”. Conclusio: “Der Koran kommt von Gott”.
Wenn wir hier die praemissa minor durch beliebige andere Bücher ersetzen kommen wir zum gleichen Schluss.
Und dies beweist auch, dass Muhammad wirklich ein von Gott gesandter Prophet ist, denn es widerspricht jeglicher Vernunft, dass irgendjemand vor vierzehnhundert Jahren von diesen Tatsachen, die erst kürzlich mittels modernster Ausrüstung und sophistischen wissenschaftlichen Methoden entdeckt oder bewiesen wurden, Kenntnis gehabt haben könnte. Hier folgen einige Beispiele.
Hier werden Dinge durcheinandergewürfelt: Erstens wird wieder ein Beweis, also eine absolute Wahrheit versprochen. Danach wird aber auf die Vernunft eingegangen. Dies sind zwei unterschiedliche Argumentationsebenen: Einmal die Rationalität, zweitens die Plausibilität. Erstere appelliert an den Verstand, zweiter aber an das Gefühl. Dies ist ein beliebter rhetorischer Trick, durch das vermischen dieser Ebenen wird versucht etwas als Faktum zu verkaufen, das eigentlich nur als richtig “gefühlt” wird.
2. Das Kapitel: “Der Quran über die Entwicklung des menschlichen Embryos”
Hier wird eine allgemein Formulierte Passage des Korans mit heutigen medizinischen Erkenntnissen verglichen.
Und wahrlich, Wir erschufen den Menschen aus einer Substanz aus Lehm. Alsdann setzten Wir ihn als Samentropfen an eine sichere Ruhestätte. Dann bildeten Wir den Tropfen zu einem Blutklumpen (‘alaqah); dann bildeten Wir den Blutklumpen zu einem Fleischklumpen (mudhrah)… 1 (Quran, 23:12-14)
Diese oder ähnliche Formulierungen finden wir auch in der Bibel:
“Da machte Gott der HERR den Menschen aus Erde vom Acker und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so ward der Mensch ein lebendiges Wesen.”
in der Edda (in der Völuspa zu finden, Snorri Übersetzung):
“Nicht hatten sie Seele, nicht hatten sie Sinn, nicht Lebenswärme noch lichte Farbe; Seele gab Odin, Sinn gab Hönir, Leben gab Lodur und lichte Farbe.”
usw.
Es war damals gang und gäbe, sich allgemein auszudrücken, weil man eben keine Ahnung hatte und sich irgendwas zusammenreimte. Zu der Koranversion:
1. Ist der Mensch erwiesenermaßen nicht aus Lehm. Er ist noch nicht mal aus einer ähnlichen Substanz, es ist schlichtweg falsch.
2. Wird er nicht als Samentropfen irgendwo hin gesetzt, auch nicht in eine Gebärmutter. Es wird sehr wohl Samen an eine Eizelle “gesetzt”, aber daraus erst entwickelt sich der Mensch. Dies passiert allerdings durch Zellteilung usw, und nicht durch Morphin zu einem Blutklumpen. Und dann zu einem Fleischklumpen. Niemand der heute lebt war irgendwann man ein Blut oder Fleischklumpen, diese Aussage ist ebenso schlichtweg: Falsch.
Da sich der Autor mit dem Schlagwort “wissentschaftlich” schmückt, muss er sich auch die wissenschaftliche Methode gefallen lassen. Und hier ist nicht Interpretation, sondern Präzision gefordert.
Später wird ein einzelner Mediziner angeführt, der sich für den Koran als “Quelle” ausspricht. Es ist nicht schwer hier 50 Namen zu nennen, die es anders sehen. Rein Quantitativ ist seine Aussage also egal, qualitativ ist sie von bescheidener Höhe.
3.Der Quran über den Ursprung des Universums
Die Wissenschaft der modernen Kosmologie, beobachtend oder theoretisch, zeigt ganz klar, dass das gesamte Universum zu einem Zeitpunkt nichts als eine Wolke „Rauch” war (d.h. eine trübe höchst undurchdringliche und heiße gasförmige Komposition).
“zeigt ganz klar” ist eine Metapher die dazu dient, Ergebnisse vorweg zu nehmen. Die Aussage ist außerdem falsch.
Wikipedia zu Urknall:
Der Urknall bezeichnet keine Explosion in einem bestehenden Raum, sondern die gemeinsame Entstehung von Materie, Raum und Zeit aus einer ursprünglichen Singularität.
Singularität != Rauch.
Die gesamte Rauch Theorie ist Unsinn.
4. Der Quran über das Gehirn
Die Wahrscheinlichkeit hier richtig zu liegen liegt bei ca. 50%. Zu sagen: Eine Lüge entsteht vorne am Kopf, und sich dann darauf zu berufen das man es ja vorher gesagt hätte ist Unsinn.
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